David Attenborough enthüllt die Tierwelt, die in der verborgenen Welt direkt vor unserer Haustür lebt. Die BBC-Doku „Secret Garden“ erkundet fünf ganz unterschiedliche Gartentypen in Grossbritannien. Gärten sind 2026 auch in der Schweiz in gleich drei grossen Kampagnen ein zentrales Thema. Nachdem er sieben Jahrzehnte lang die wildesten Orte der Welt auf der Suche nach exotischen Tieren und Pflanzen erkundet hat, richtet der berühmte Tierfilmer David Attenborough, der 2026 100 Jahre alt wird, nun sein Augenmerk auf die Gärten Grossbritanniens. Von vielen kaum bemerkt, lebt hier eine erstaunliche Vielfalt an Wildtieren. In fünf eindrücklichen Episoden, die ab dem 5. April 2026 auf BBC zu sehen sind, porträtiert die BBC-Dokuserie fünf ganz unterschiedliche Gärten in fünf Landesteilen Grossbritanniens und erzählt die Geschichten von deren tierischen Bewohnern: Eine grüne Oase rund um eine alte Mühle in OxfordshireEin Stadtgarten in BristolEin ländlicher Garten im Lake District im Norden EnglandsEin Garten in den Hügeln von WalesEin Garten in den westlichen Highlands von Schottland Gärten leisten einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität In Grossbritanniens decken Gärten eine Fläche ab, die grösser ist als alle nationalen Naturschutzgebiete zusammen – wie also Gärten geplant und gepflegt werden, hat Auswirkungen nicht nur auf die Tiere, die dort leben, sondern auch auf ganze Populationen. In der Schweiz gibt es keine explizite, flächendeckende Gesamtzahl zur Fläche aller privaten Gärten. Es wird jedoch geschätzt, dass 40 bis 60 % aller einheimische Tierarten auch im Siedlungsraum leben. Für viele Arten spielen dabei Gärten als Lebensraum eine zentrale Rolle. Die Wilden Nachbarn in Gärten Unsere Gartentipps und Balkontipps zeigen auf, wie schon mit kleinen Massnahmen in Gärten und auf Balkonen viel erreicht werden und jede und jeder einen Beitrag leisten kann. Die Wilde Nachbarn-Kampagne "Freie Bahn für Igel & Co." weist darauf hin, wie wichtig die Zugänglichkeit von Grünräumen für kleine Wildtiere ist: oft versperren Zäune und Mauern den Zugang. Mit kleinen Lücken und Öffnungen kann leicht Abhilfe geschaffen werden. Gärten und andere Grünräume werden zu wertvollen Lebensräumen, wenn sie viele verschiedene, wildtierfreundliche Kleinstrukturen aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Ast- und Laubhaufen, eine Wildhecke oder Wasserstellen. Diese Kleinstrukturen können auf der Meldeplattform gemeldet werden. © Carlo Monigatti / wildenachbarn.ch Viele Vogelarten profitieren von einheimischen Büschen mit Beeren und Früchten. © Casi / stadtwildtiere.ch Wildblumen auf Dachzinnen und Balkonen werden von Wildbienen und Schmetterlingen besucht. © Lisa Häfliger / stadtwildtiere.ch Durchgänge in Zäunen und Mauern ermöglichen es, kleinen Wildtieren in Gärten zu gelangen. (G)Artenvielfalt: ein Gartenprojekt für mehr Biodiversität in der Innerscheiz Kein Garten zu klein, um wirksam zu sein. 4'500 Fussballfelder: Ungefähr so gross sind die privaten und öffentlichen Rasenflächen in der Innerschweiz insgesamt. Dies ist im Projekt (G)Artenvielfalt der Albert Koechlin-Stiftung zu erfahren. Ab 2025 begleitet die Stiftung über drei Jahre mit im Vorfeld ausgebildete Garten-Coaches in den Dörfern Interessierte mit Gartenberatungen, ausführlichen Hintergrundinformationen und Weiterbildungen. Dabei steht während der drei Projektjahre je eine Tierart bzw. Artengruppe mit den Fördermassnahmen im Zentrum, die diesen Tieren besonders zu Gute kommen: Stieglitz, Igel und Mauerbienen. © Uhu55 / wildenachbarn.ch Der Stieglitz sucht besonders im Spätsommer und Herbst an Disteln und anderen Gartenpflanzen nach Samen. © wildenachbarn.ch Igel profitieren von vielfältigen Gärten mit Ast- und Laubhaufen, Hecken unter denen nicht gemäht wird und offenen Bereiche für die Futtersuche. © Monika Hauser / wildenachbarn.ch Mauerbienen gehören zu den rund 600 Wildbienenarten in der Schweiz. Sie brauchen blühende Pflanzen mit Nektar und Pollen vom Frühling bis in den Herbst. Bonjour Nature: eine Kampagne für Naturgärten In der aktuellen Kampagne "Bonjour Nature" von Pro Natura Schweiz unterstützt die Naturschutzorganisation mit verschiedenen kostenlosen Angeboten interessierte Gartenbesitzer:innen bei der Gestaltung ihrer Gärten und zeigt dabei auf, was es braucht, dass ein Garten auch zu einem vielfältigen Lebensraum für Wildtiere wird. © Eric Givel / nosvoisinssauvages.ch Eichhörnchen leben in Gärten mit grosse Bäumen und Wildhecken. Aufleben - eine Kampagne für mehr Biodiversität im Siedlungsraum Auch bei der Kampagne "Aufleben" spielen Gärten eine wichtige Rolle. Sie will mit vielen naturnahen Trittsteinen der Biodiversität im Siedlungsraum mehr Raum geben. Auf der Kampagnen-Webseite steht dazu: "Trittsteine sind naturnahe Orte mitten in Dörfern und Städten, die Pflanzen und Tieren Nahrung, Schutz und Verbindung bieten. Sie helfen Arten, zu wandern, sich zu vermehren und zu überleben – selbst dort, wo sonst kaum mehr Natur zu finden ist". Hinter der Kampagne stehen die beiden Naturschutzorganisationen Birdlife und PUSCH. Die Angebote auf der Webseite von Aufleben sind breit abgestützt und enorm vielfältig. Hier finden Interessierte Informationen, Beratungen und Ideen für jeden möglichen Grünraum: vom Balkon über den Privatgarten, die Firmenumgebung bis hin zu den Umgebungen von Wohnsiedlungen. Jeder kann eine Beitrag leisten.